Über mich

marcel_prenz_portrait_400x360Ich heiße Marcel Prenz und habe 1977 in Halle an der Saale das Licht der Welt erblickt. Meine ersten Lebensjahre verliefen ungefähr so wie bei allen Kindern in diesem Teil der Welt, der später als „die neuen Bundesländer“ bezeichnet wurde.

Mit einer Ausnahme – Kochen war schon immer meine Leidenschaft und bereits als kleiner Junge von acht Jahren war ich mir absolut sicher: Ich wollte Koch werden.

Es gab nichts anderes, was ich mehr wollte. Jeden Tag, wenn sich die Möglichkeit ergab, schaute ich Kochsendungen, so lange es irgendwie ging und brachte meine Eltern damit an den Rand des Wahnsinns. Sie wollten ihre Serien oder Fußball schauen und ich meine Kochsendungen…

Mit meinem Schulabschluss 1992 war es dann endlich so weit: Ich konnte meinen Traum leben und meine Lehre als Koch beginnen. 1996 schloss ich sie dann erfolgreich im Radisson SAS Merseburg ab. Von dort zog es mich in die weite Welt hinaus, um die Küche anderer Länder und Kulturen kennenzulernen.

Meine erste Stelle brachte mich ins Golfhotel Stromberg in der Nähe der Stromburg von Johann Lafer. Er ist bis heute mein Vorbild, einer der besten Köche, die ich kenne.

Da ich sehr wissbegierig bin, ging ich von dort nach einem halben Jahr in die Schweiz, die für viele ein Synonym für sehr hochstehende und gute Küche ist. Durch eine Annonce erfuhr ich, dass das City Hotel in Zürich einen Jungkoch suchte und ich bewarb mich dort mit Erfolg.

Nach achtzehn Monaten musste ich entsprechend den damaligen Bestimmungen das Land verlassen. Die Bewilligungen wurden zu der Zeit leider nicht verlängert.

Ich ergriff die Gelegenheit und suchte mir eine Stelle in London, um meine Englischkenntnisse zu verbessern. Die Vorstellungsgespräche musste ich allerdings mit Händen und Füßen führen, weil mein Englisch damals einfach nur schlecht war. Doch ich kämpfte mich durch und trat 1999 die Stelle als Commis de Cuisine im Cliveden Hotel in Taplow Berkshire an.

Im Jahr 2000 wollte ich zurück in die Schweiz, die während meines ersten Aufenthalts zu meiner zweiten Heimat geworden war. Der damalige Sous Chef vom Cliveden Hotel besorgte mir eine Stelle als Chef de Partie bei Erich Baumer in Gstaad (Berner Oberland) im Restaurant Sonnenhof. Dort trug ich die Verantwortung für die kalte Küche und Patisserie, wo ich meiner Kreativität freien Lauf lassen konnte.

Das Coole an Gstaad war nicht nur die Anhäufung vieler guter Restaurants, wo man seinen Gaumen als Koch in Verzückung bringen kann, sondern es waren auch die Events wie das Gstaader Tennisturnier, wo Größen wie Roger Federer und Co. spielten, die es dann natürlich auch in die Restaurants zog.

Nach meiner fast zehnjährigen Reise und der Arbeit als Chef de Partie mit dem Schwerpunkt kalte Küche und Patisserie in verschiedenen mehrfach ausgezeichneten Restaurants in der Schweiz, wie dem Hotel Bergsonne, dem Rössli in Hurden am See, dem Zunfthaus zur Waag in Zürich und dem Gasthof Löwen in Bubikon kam ich dann 2004 als Chef de Partie Saucier ins Intermezzo nach Zürich. Das Intermezzo befand sich damals noch in der Aufbauphase, doch durch engagiertes Arbeiten aller Beteiligten konnten wir sehr schnell Erfolge erzielen, die mich noch mehr motivierten. Nach vier Jahre im Intermezzo wollte ich jedoch weiter vorankommen und bewarb mich 2008 im Restaurant Carlton in Zürich als Sous Chef, wo ich dann auch anfangen konnte. Mit dieser Verantwortung konnte ich erstmals zeigen, was in mir steckt. Das wurde nach zehn Monaten mit einer Stelle als Küchenchef im Restaurant LAQ belohnt.

Eine weitere Stelle als Küchenchef führte mich ins Skylite Rapperswil. Dieses Restaurant befand sich im Aufbau und ich freute mich zuerst über die Möglichkeit,  mich einzubringen. Es stellte sich aber heraus, dass dieses Konzept nicht wirklich meines war und ich verließ deshalb das Skylite wieder. 

Danach wollte ich erst einmal keine Festanstellung und arbeitete temporär als Koch in verschiedenen Restaurants, wo ich feststellte, dass es immer irgendwie das Gleiche war. Ich lernte zwar hier und da was dazu, aber diese Aha-Erlebnisse fehlten mir einfach, wie ich sie zuvor in London oder Gstaad kennen gelernt hatte. Deshalb suchte ich nach einer besseren Möglichkeit, mich zu verwirklichen.

Ein eigenes Restaurant war aus finanziellen Gründen nicht realisierbar, aber es öffneten sich neue Türen, nämlich zum Fernsehen, die ich voller Vorfreude aufstieß. In 2009 war es endlich soweit. Total aufgeregt drehte ich meine erste Kochsendung auf www.teletop.ch mit George Berdux, was mir riesigen Spaß machte. Leider konnte ich damit meinen Lebensunterhalt nicht bestreiten und suchte mir eine neue Festanstellung. Gefunden habe ich diese in der Küche einer Psychiatrischen Klinik, wo ich bis heute tätig bin.

Doch der Wunsch nach etwas Eigenem ließ mich nicht mehr los und ich machte mich auf die Suche nach Alternativen. Dabei bin im Internet auf die Idee gestoßen, auf einem Blog zu schreiben und meine Erfahrungen und mein Fachwissen  über das Kochen mit anderen zu teilen.

Eigentlich ist es ja nicht üblich, dass Köche aus dem Nähkästchen plaudern, weil ja „alles immer streng geheim“ ist. Auch sieht man Köche – außer den bekannten Fernsehköchen – nur selten im Restaurant geschweige denn vor einer Kamera, aber genau dies war der Anreiz, den ich seit Jahren suchte. So beschloss ich, meinen Blog www.delikates.ch ins Leben zu rufen, um dort Menschen zu helfen, Spaß am Kochen zu finden und ihnen viele Tipps und Tricks mit auf dem Weg zu geben, die ihnen das Kochen im  Alltag leichter machen. Einfach damit die Menschen wieder gerne kochen. Viele kaufen sich Kochbücher, doch oft versteht die ein Laie nicht wirklich. Deshalb ist es ein Herzenswunsch von mir, Rezepte zur Verfügung zu stellen, die nicht nur gut schmecken, sondern auch von jedem nachgekocht werden können.

Worum soll es nun in diesem Blog gehen? In erster Linie natürlich um leckeres Essen. Ich stelle Ihnen super leckere Rezepte vor, die ich über die Jahre hinweg gesammelt und selbst gekocht habe. Ich werde auch Leckereien vorstellen, die  Veganer, Vegetarier und Allergiker glücklich machen. Da ich momentan in einem Spital arbeite, bekomme ich natürlich auch mit, wie viele Menschen unter Laktoseintoleranz, Glutenintoleranz oder unter Diabetes leiden. Auch dieser Sache werden werde ich mich annehmen und zeigen, wie man solche Speisen richtig zubereitet. Es werden Rezepte sein, die wirklich funktionieren und leicht verständlich sind.

Außerdem werde ich Ihnen Küchengeheimnisse verraten, die Sie weder von Jamie Oliver noch von Tim Mälzer in ihren Kochshows erfahren. Und ich werde Ihnen zeigen, wie Sie Ihr Date kulinarisch um den Finger wickeln können. 😉 Oder wie man aus wenigen Zutaten was total Leckeres zaubern kann.

Selbst nach 20 Jahren als Koch ist die Liebe zum Kochen und zum guten Essen immer noch genau so stark wie am Anfang. Denn für meine Begriffe gibt es wenige Berufe, wo man sich kreativ so ausleben kann wie beim Kochen. Schon allein die Auswahl an Lebensmitteln, die es rund um den Erdball zu kaufen gibt, macht es uns Köchen leicht, geschmackliche Sensationen auf den Teller zu zaubern, um unsere Liebsten zu betören.

Sind Sie jetzt neugierig geworden? Dann lassen Sie sich auf www.delikates.ch überraschen – getreu unserem Slogan „Kochen mit Leidenschaft“.

Ich freue mich auf regen Austausch mit Ihnen.

 

Viele Grüße

Ihr

Marcel Prenz

 

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