Aprikosenwähe
Von Marcel Prenz. Abgelegt unter Allgemein, Desserts |Schlagwörter: Aprikosen, Aprikosengelee, Aprikosenwähe, Schweiz, Wähe, Wallis, Walliser Aprikosen
Ich lebe nun mehr als 18 Jahren in der Schweiz und sie ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Was mich in der Schweiz im Bezug auf das Kochen schon immer fasziniert hat ist, dass hier viel mit regionalen Produkten gearbeitet wird.
Wir sind es ja inzwischen gewohnt, dass immer mehr und ständig neue Lebensmittel in die Supermärkte kommen. Und oft wissen wir gar nicht, wo diese herkommen oder wo und wie sie hergestellt werden. Deswegen finde ich es echt super, dass man hier in der Schweiz direkt zum Bauern fahren kann, um seine Produkte zu kaufen. Sicherlich sind diese etwas teurer, aber man weiss wo sie herstammen und dass sie mit Liebe produziert werden. Außerdem liegt es mir am Herzen, solche Menschen zu unterstützen, die das Herstellen von Nahrungsmitteln zu ihrer Leidenschaft gemacht haben. Das schmeckt man nicht nur beim Essen, sondern auch unsere Gesundheit wird es uns danken, wenn wir nicht ständig dieses nahezu industriell produzierte Obst und Gemüse essen. Denn meistens sind diese „Lebens“mittel ohne Geschmack und ich persönlich finde, das ist das Wichtigste.
Mit diesem leckeren Rezept für eine Aprikosenwähe stelle ich Ihnen einen echten Klassiker der Schweizer Küche vor.
Die Aprikosensaison ist in der Sommerferienzeit. Also etwa von Mitte Juli bis Mitte oder Ende August. Danach können Sie leckere Aprikosen auch tiefgekühlt kaufen. Oder Sie kaufen während der Erntezeit beim Bauern einfach mehr und frieren diese selbst ein.
Heutzutage werden die meisten Aprikosen in den Mittelmeerstaaten wie Italien, Frankreich oder Spanien angebaut. Doch in der Schweiz sind die Walliser Aprikosen sehr bekannt. In diesem Aprikosenwähen-Rezept verwende ich frische Aprikosen. Am besten schmecken die Früchte, wenn sie richtig reif sind. Dann sind sie besonders süß und eignen sich hervorragend für eine Aprikosenwähe.
Zutaten:
250 g Blätterteig (wenn Sie keinen Blätterteig haben, geht auch ein Kuchenteig*)
600 g frische Walliser Aprikosen
2 Eier
200 ml Rahm (flüssige Sahne)
50 ml Milch
40 g Zucker
20 g Dawa-Cremepulver (Vanillepudding-Pulver oder 2 EL Maizena gehen auch)
20 g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
Haselnüsse, gerieben
*Dieser Kuchenteig ist ähnlich wie ein Mürbeteig. Hier in der Schweiz kann man den auch fertig kaufen. Sie können ihn natürlich gern selbst machen. Dazu brauchen Sie 250 g Mehl, 125 g Butter, 2 EL Zucker, ½ TL Salz, 1-2 Eier, 1 dl Wasser, den Abrieb einer Zitrone und einer Orange sowie nach Belieben das Mark einer Vanilleschote oder 1 P. Vanillezucker. Alles verkneten und mindestens 1 Tag ruhen lassen – das gibt das beste Backergebnis.
Zubereitung:
Als Erstes den Blätterteig ausrollen, eine Form (20 cm Durchmesser) damit auslegen und für 30 Minuten kühlen.
In der Zwischenzeit die Aprikosen halbieren und entkernen.
Für den Guss Zucker, Vanillezucker, Mehl und Cremepulver mischen.
Nun die Eier dazu geben und vermischen.
Zum Schluss die Masse mit Rahm und Milch glatt rühren.
Den Backofen auf 220° C vorheizen. Blätterteig aus dem Kühlschrank nehmen und den Boden mit Haselnüsse bestreuen, bis dieser völlig bedeckt ist.
Dann mit den Aprikosen auslegen.
Zum Schluss den Guss einfüllen und die Aprikosenwähe für 35-40 Minuten auf der untersten Schiene im Backofen backen. Je nach Ofen kann die Backzeit etwas kürzer oder länger sein, deshalb kann ein Kontrollblick in den Ofen nicht schaden
In der Zwischenzeit etwas Aprikosengelee in einen kleinen Topf erhitzen bis es flüssig ist. Sobald die fertige Aprikosenwähe aus dem Ofen kommt diese mit dem flüssigen Aprikosengelee bestreichen. Durch das bestreichen mit dem Aprikosengelees sieht die Aprikosenwähe nicht nur wahnsinnig lecker aus nein sie bleibt auch sehr saftig.
Vielleicht haben sie ja einen Vorschlag, wie man die Aprikosenwähe noch besser machen kann? Hat Ihnen das Rezept gefallen? Dann freue ich mich auf Ihren Kommentar
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Mein Tipp: Lauwarm serviert ist die Aprikosenwähe ein absoluter Traum – süß, saftig und saulecker.
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Montag, August 6th 2012 at 15:58 |
Hi Marcel,
sieht super lecker aus. Momentan faste ich gerade, aber ich werde das Rezept nach dem Ende meines Fastens nachbacken …
Beste Grüße aus Wales in die Schweiz
Uwe
Samstag, August 25th 2012 at 16:27 |
Hallo lieber Uwe,
Entschuldige Bitte für die verspätete Antwort aber ich war im Urlaub und brauchte mal einen Tapetenwechsel:-). Freue mich auf dein Feedback nach deinem fasten.
Liebe Grüsse
Marcel